
Der gleiche 2D-Plan kann kostenlos sein, dreißig Euro kosten oder fast viertausend, je nachdem, wer ihn erstellt und wie. Es ist kein Verhandlungsproblem: Es sind drei unterschiedliche Märkte mit drei Genauigkeitsstufen und drei Kostenstrukturen, die jeweils auf einen eigenen Bedarf zugeschnitten sind.
Bevor Sie einen Kostenvoranschlag anfordern oder eine Software herunterladen, sollten Sie besser wissen, welche dieser drei Logiken zu Ihrem Auftragsvolumen passt. Genau diese wenig durchgeführte Kalkulation erklärt, warum manche Agenturen für jeden Immobilienplan bezahlen, während andere sogar gar nicht mehr daran denken.
Was Sie in diesem Leitfaden lernen werden:
- Was die Preise für einen 2D-Plan wirklich variiert, je nach Angebot
- Die tatsächlichen Kosten eines Dienstleisters vor Ort, vom standardisierten Plan bis zur Architektenaufnahme
- Die versteckten Kosten kostenloser Software: die Zeit, die niemand in Rechnung stellt
- Wie ein Abonnement mit integriertem Plan die Kalkulation schon bei wenigen Aufträgen verändert
- Der Volumenrabatt, ab dem jede Methode am rentabelsten wird
Das sichtbar detaillierte Niveau auf dem Plan – benannte Räume, Flächen, Öffnungen – beeinflusst direkt dessen Preis, egal, welche Produktionsmethode genutzt wird
Was die Preise für einen Immobilien-2D-Plan beeinflusst
Ein Kostenvoranschlag für einen 2D-Plan ist niemals ein einheitlicher Preis: Er setzt sich aus mehreren Variablen zusammen, und zwei Immobilien mit gleicher Fläche können je nach Leistungsumfang sehr unterschiedliche Preise haben.
Fläche und Anzahl der Räume
Bei einem externen Dienstleister steigt die für die Organisation vor Ort benötigte Zeit mit der Fläche und der Anzahl der Stockwerke. Ein Studio lässt sich in wenigen Minuten erfassen; ein mehrstöckiges Haus mit Nebengebäuden erfordert mehrere Stunden Messzeit, die oft mit einem Zuschlag berechnet werden, wenn eine bestimmte Flächengröße überschritten wird. Das ist die intuitivste Variable – und die einzige, die keinen Einfluss auf einen durch Smartphone-Scan erzeugten Plan hat, bei dem die Grenzkosten unabhängig von der Immobiliengröße gleich bleiben.
Format und erwartetes Detaillierungsniveau
Ein Inseratsplan muss nicht das gleiche Ausgabematerial liefern wie eine technische Bauzeichnung. Ein einfacher 2D-Plan mit Flächenangaben ist deutlich günstiger als eine vollständige Aufnahme inklusive Schnitten, Fassaden und DWG-Dateien, die von einem Architekten nutzbar sind. Diese Verwirrung – eine Vermessung durch einen Geometer für Marketingzwecke zu beauftragen – treibt das Budget vieler Agenturen künstlich in die Höhe.
Der Dienstleister vor Ort: Der Preis für Maßgeschneidertes
Der Einsatz eines Fachmanns bleibt die Referenzmethode bei außergewöhnlichen Objekten oder technischen Plänen. Auf dem französischen Markt existieren zwei Leistungsniveaus, die bei einer Verwechslung den Vergleich verzerren.
| Leistung | Inhalt | Richtpreis | Dauer |
|---|---|---|---|
| Standardisiert online bestellt | 2D nur, anhand von Fotos oder vereinfachtem Grundriss, ohne Vor-Ort-Besuch | 350 € bis 1.000 € | Wenige Tage |
| Architektenaufnahme vor Ort (Vermesser) | Pläne, Schnitte, Fassaden, DWG-Datei nutzbar | 890 € bis 3.750 € netto | Eine bis zwei Wochen |
| Ergänzender 3D-Plan | Volumetrische Modellierung des Objekts | +500 € bis 2.500 € | Variabel, je nach Detailgrad |
Der erste Tarif reicht für eine Standardanzeige: Er liefert einen sauberen Plan, ohne den Verkäufer für einen weiteren Termin zu binden. Der zweite ist gerechtfertigt, wenn das Ergebnis über das Marketing hinaus genutzt wird – Erbfolge, Bauprojekte, Parzellenteilung –, da sein Preis eine Genauigkeit widerspiegelt, die bei einem Verkauf normaler Objekte nicht gefordert ist (Obat).
Die unsichtbaren Kosten: Der zweite Besuch
Der eigentliche Mehrpreis eines Dienstleisters ist oft nicht im Angebot enthalten. Es ist das Koordinieren eines Termins zwischen Verkäufer, Ihnen und dem Dienstleister, meist eine Woche nach Übergabe des Auftrags – genau dann, wenn der Inserattext längst online sein sollte. Auf einem Markt, auf dem 7-mal mehr Besichtigungen einen gepflegten von einem durchschnittlichen Inserat unterscheiden, kostet jeder Tag Verzögerung, den keine Rechnung sichtbar macht.
Kostenlose Zeichen-Software: Null Euro, aber nicht null Kosten
Viele 2D-Plan-Programme – einfache Vektorgrafik-Tools oder Innenarchitektureditoren – sind kostenlos oder in großzügigen Probeversionen verfügbar. Theoretisch die günstigste Lösung.
Praktisch verschiebt sich der Kostenfaktor aber: Manuelle Cottenerfassung mit Laser-Entfernungsmesser, das Übertragen der Maße in die Software, Rückfragen zum Korrekturmaßnahmen – das kostet Zeit. Rechnen Sie mit einer bis drei Stunden pro Objekt bei Anwendern, die das Tool bereits beherrschen, mehr bei Erstnutzern. Bei zwanzig Aufträgen im Jahr summiert sich diese Arbeitszeit auf 20 bis 60 Stunden, die kein Kunde bezahlt, die aber für Akquise oder Besichtigungen fehlen.
Wann ist diese Option sinnvoll?
Der kalkulatorische Vorteil hängt vom Tätigkeitsprofil ab. Ein Agent, der nur zwei oder drei Pläne pro Jahr erstellt, amortisiert das Lerntempo in der Regel im ersten Auftrag – die Lernkosten sind im Vergleich zu einem Dienstleister minimal. Wer regelmäßig arbeitet, macht aus den Zeitkosten eine Woche oder mehr im Jahr, und genau da setzt die Schwelle, ab der eine automatisierte Lösung wirtschaftlicher wird.
Der 2D-Plan im Agentur-Abonnement
Eine dritte Variante hat sich bei All-in-One-Tools für Immobilienagenturen etabliert: Der 2D-Plan ist kein separates Dienstleistungsprodukt mehr, sondern Bestandteil eines monatlichen Abos, das auch Fotos oder Videos umfasst. Das Modul wird entweder in einem monatlichen Pauschalpreis von meist über 150 € für alle Services berechnet oder anteilig anhand von Verbrauchs-Credits, die bei jedem Plan genutzt werden.
Damit ändert sich die Kostenstruktur: Sie werden planbar und unabhängig vom Auftragsvolumen, solange das Abo nicht überschritten wird. Im Gegensatz zum Einmal-Dienstleister, dessen Preis mit zunehmendem Volumen unweigerlich steigt, bleibt der Abo-Preis konstant.
Die tatsächlichen Kosten: Das, was der Preis nicht zeigt
Der Vergleich von Stückpreisen verschleiert das Wesentliche: Für eine Agentur ist nicht der Einzelpreis des Plans entscheidend, sondern die Gesamtkosten des Auftragsportfolios über das Jahr.
| Jahresvolumen | Dienstleister à 500 € / Plan | Kostenlos-Software (Zeit-Agent) | Abo mit inkludiertem Plan |
|---|---|---|---|
| 5 Objekte/Jahr | 2.500 € | ca. 10 Stunden Zeitaufwand | Abo-Gebühr, Plan inklusive |
| 20 Objekte/Jahr | 10.000 € | ca. 40 Stunden Zeitaufwand | Abo-Gebühr, bleibt gleich |
| 50 Objekte/Jahr | 25.000 € | ca. 100 Stunden Zeitaufwand | Abo-Gebühr, bleibt gleich |
Bei geringem Volumen sind Dienstleister oder kostenlose Software noch attraktiv: Die Gesamtkosten bleiben handhabbar, und der Agent kann die Arbeitszeit ohne Probleme aufbringen. Sobald das Volumen steigt, wächst die Kostenkurve beim Dienstleister linear mit den Objekten, da jeder Plan voll berechnet wird. Bei einem Abonnement bleibt sie konstant. Dieser Schnittpunkt, meist bei fünf bis acht Objekten monatlich für einen aktiven Agenten, entscheidet über die wirtschaftlichste Lösung – viel mehr als der Einzelpreis eines isolierten Angebots.
Wie viel kostet ein 2D-Plan bei IACrea
Der Plan nach Scan: Das gleiche Detaillierungsniveau wie oben, ohne einzelnes Angebot verhandelbar
Auf der Plattform ist der 2D-Plan Teil der in den Tarif eingeschlossenen Funktionen: Ein fünfminütiger Scan während der Besichtigung mit der IACrea Immobilien-Foto-App, anschließend Anpassungen im Web-Editor – keine separate Bestellung oder einzelne Rechnung pro Objekt. Die Grenzkosten für einen weiteren Plan sinken damit auf null, sobald das Abonnement aktiv ist – genau das Mechanismus, der das Rechenmodell nach oben hin zum Volumen verschiebt. Unsere Preise listen die verschiedenen Tarife und Objektraten auf.
Dieser niedrige Preis ändert nichts an der Natur des Produkts: Wie jeder Scan-Plan ist er nur ein Indikativ. Die Fläche, die juristisch eine Verkaufspflicht auslöst, bleibt weiterhin der mit der Loi Carrez festgelegte Berechnungsstandard, unabhängig vom eingesetzten Tool (Légifrance).
Unser kompletter Guide zum 2D-Plan für Inserate beschreibt, was dieser Plan enthalten sollte und wo seine rechtliche Aussagekraft im Vergleich zur Loi Carrez endet; das Scan- und Bearbeitungstutorial zeigt konkrete Schritte, Raum für Raum.
Wie Sie anhand Ihres Auftragsvolumens wählen
Die richtige Wahl ist kein Allheilmittel: Sie hängt vom tatsächlichen Aktivitätsniveau ab, nicht von Ihren Absichten.
- Weniger als 5 Pläne im Jahr: Ein einzelner Dienstleister oder kostenlose Software bleiben die einfachsten Lösungen, ohne Verpflichtungen oder Toolwechsel.
- Zwischen 5 und 20 Plänen jährlich: Die Kalkulation wird knapp. Die Zeit für die Nutzung kostenloser Tools beginnt zu wiegen, auch wenn noch kein Abonnement gerechtfertigt ist – hier lohnt es, Ihre eigenen Zahlen (aktuelle Zeit, Stundensatz) genau zu prüfen.
- Mehr als 20 Pläne pro Jahr: Ein integriertes Tool, das den Plan im bereits zahlten Abo beinhaltet, ist meist die kostengünstigste Lösung – in Euro und Zeit.
Der verlässlichste Richtwert ist die eigene Mandats-Historie der letzten zwölf Monate, nicht ein nationaler Durchschnitt: Eine ländliche Agentur mit 15 Mandaten im Jahr und eine städtische mit 100 brauchen unterschiedliche Lösungen.
Aus Erfahrung bei Nutzern von IACrea: Der Wechsel zu einem integrierten Tool erfolgt selten nach einem Vergleich kalter Angebote. Er passiert meist, nachdem man einen Auftrag wegen Planungsschwierigkeiten verpasst hat – etwa, weil ein Dienstleister nicht vor zehn Tagen Zeit hatte – und man einmal ausgerechnet hat, was dieser Zeitverlust bei Besichtigungen gekostet hat.
FAQ
Wie viel kostet ein Immobilien-2D-Plan bei einem Dienstleister? Zwei Szenarien. Ein standardisierter Plan ohne Vor-Ort-Besuch, bestellt online, liegt zwischen 350 € und 1.000 € je nach Option. Ein vollständiger Architekten-Scan vor Ort (Pläne, Schnitte, Fassaden, DWG) kostet mehr, typischerweise zwischen 890 € und 3.750 € netto, da er Anfahrten und technische Details umfasst, die über eine einfache Verkaufsanzeige hinausgehen.
Sind kostenlose 2D-Plan-Softwares wirklich kostenlos? Kostet nichts beim Kauf, aber Zeit: Eine bis drei Stunden pro Immobilien-Objekt für Messung und Eingabe. Das wird besonders bei zwanzig Objekten im Jahr zur bedeutenden Arbeitszeit, die kein Kunde finanziert, aber im Zeitplan fehlt.
Ab welchem Volumen lohnt sich ein Abo mit integriertem Plan? Wenn die monatlichen Abo-Gebühren in Summe günstiger sind als die einzelnen Planpreise mal Auftragszahl, rechnet es sich – meist bei fünf bis acht Objekten pro Monat. Darunter bleibt die Einzellösung noch plausibel; darüber ist das Nullkosten-Modell des Abos meistens die bessere Wahl.
Hängt der Preis für den 2D-Plan von der Grundfläche ab? Ja, bei Dienstleistern vor Ort: größere Flächen und mehr Ebenen bedeuten mehr Zeit und damit höhere Preise, oft mit zusätzlichen Pauschalen ab einer bestimmten Größe. Bei einem Abo mit integriertem Plan bleibt der Grenzpreis jedoch konstant, unabhängig von Objektgröße.
Hat ein durch Smartphone-Apps erzeugter Plan die gleiche Qualität wie der eines Geometers? Nein. Das durch Scanning erstellte Planmaterial kostet deutlich weniger – oft nur das Abo – liefert aber nur eine Richtgröße. Für den Verkauf ist das ausreichend; für rechtssicheres Meßwesen in der Loi Carrez ist allerdings eine technische, präzise Messung notwendig, die das Tool nicht ersetzt. Der Preis spiegelt den Verwendungszweck wider: Überzeugungsarbeit erfordert weniger Präzision als rechtliche Absicherung.
Fazit
Es gibt keinen einheitlichen Preis für einen Immobilien-2D-Plan, sondern drei Kostentragfähigkeiten, die jeweils auf ein anderes Volumen spezialisiert sind: den Dienstleister für Gelegenheitsaufträge, die kostenlose Software für Zeitbudget-orientierte Agenturen, das integrierte Abo für hohes Auftragsaufkommen. Die beste Entscheidung basiert auf Ihrer eigenen Mandats-Historie – nicht auf einem isolierten Angebot.
Wenn Ihr Volumen bereits einige Objekte pro Monat überschreitet, tendiert die Kalkulation fast immer zu einer Lösung mit integriertem Plan ohne separate Rechnung. Vergleichen Sie Ihre Zahlen mit unseren Tarifen und testen Sie das Scannen beim nächsten Auftrag: Fünf Minuten reichen, um zu sehen, ob sich die Lösung für Ihre Agentur rechnet.
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